Glossar

ADSL
Mit der Asymmetric Digital Subscriber Line (asymmetrischer, digitaler Teilnehmeranschluss) wird eine DSL-Datenübertragungstechnik beschrieben, die über die vorhandene Telefonanschlussleitung (Kupferdoppelader) Datenübertragungsraten von bis zu 10 Mbit/s im Downstream und 1 Mbit/s im Upstream ermöglicht. In der Praxis werden jedoch meist nur bis zu 6 Mbit/s im Down- und 1 Mbit/s im Upstream verwendet.

ADSL2+
Weiterentwicklung der ADSL-Norm, die vor allem Datenrate und Reichweite einer ADSL-Verbindung verbessern. Mit ADSL2+ ist  technisch eine Übertragungsrate bis zu 25 Mbit/s im Downstream und 3,5 Mbit/s im Upstream möglich. Mit Rücksicht auf die Leitungssicherheit wird im Allgemeinen eine Rate von 16 Mbit/s im Download und 1 Mbit/s im Upload verwendet

ATM
ATM (Asynchronous Transfer Mode) erlaubt den Aufbau universeller Breitbandnetze, die eine Integration unterschiedlicher Dienstearten (Sprache, Daten, Stand- und Bewegtbilder) sowie eine flexible Bereitstellung von Übertragungskapazität im Bereich von 2 Mbit/s bis zu 622 Mbit/s ermöglichen. Die Daten werden in Pakete (so genannte Zellen) zu jeweils 53 Byte unterteilt und zwischen den Verbindungsknoten eines Netzwerks asynchron übertragen, d.h. die ATM-Zellen können asynchron freie Zeiteinheiten (time slots) des Übertragungsweges belegen.

Backbone
Zusammengeschaltetes Hochgeschwindigkeitsnetz, an das Netze mit geringerer Geschwindigkeit/Kapazität angebunden sind.

Bitrate
Die Bitrate beschreibt die Menge übertragener Daten innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Üblicherweise wird dies in Bit pro Sekunde, oder aber Bit/s bzw. bps angegeben. Bitraten finden sich in fast allen Anwendungen der IT wieder, wenn es um Datentransport geht. Sei es bei der Datenübertragungsrate eines Internet-Anschlusses, der Bitrate von Video- oder Audioaufzeichnungen (je höher, desto besser die Qualität) oder bei Datenübertragungsraten von Speichermedien oder Datenübertragungsports wie USB oder Firewire.

Callback
Im Bereich der Telekommunikation bezeichnet der Begriff ein Verfahren, bei dem Telefongespräche nicht direkt vom Anrufer zum Angerufenen über den verwendeten Netzbetreiber durchgestellt werden (Callthrough), sondern der Anrufer zuvor einem unabhängigen Dienstleister mitteilt, für ihn die Verbindung zum Ziel aufzubauen. Dies kann per Anwahl des Dienstleisters erfolgen, ohne dass dabei eine kostenpflichtige Telefonverbindung mit dem verwendeten Netzbetreiber aufgebaut wird. Der Dienst ruft daraufhin den Anrufer zurück und stellt bei Rufannahme die Verbindung zum Ziel her. Die Abrechnung erfolgt dann über den unabhängigen Dienstleister. Callback wird dann verwendet, wenn ein solches Gespräch über einen Dienstleister günstiger zu führen wäre, als eine direkte Durchwahl über den aktuellen Netzbetreiber.

Client
Als Client bezeichnet man in der Regel ein Computerprogramm, dass Verbindung zu einem anderen Programm (Server) herstellt, um dann dessen Dienste zu nutzen. Beispielsweise ist ein Webbrowser ein Client, während die darin aufgerufene Webseite von einem Webserver zur Verfügung gestellt wird. Ein Programm wie Outlook ist ein Mail-Client, der Verbindung zu einem Mail-Server herstellt, um die E-Mails abzuholen und dem Nutzer zur Verfügung zu stellen.

CLIP
Rufnummerübermittlung. Ein vermittlungstechnisches Leistungsmerkmal in der Telekommunikation. CLIP bedeutet “Calling Line Identification Presentation”, also Übermittlung der Rufnummer des Anrufers. Der Angerufene sieht in seinem Endgerät bei einem Anruf die Rufnummer des Anrufers.

CLIR
Rufnummerunderdrückung. Ein vermittlungstechnisches Leistungsmerkmal in der Telekommunikation. CLIR bedeutet „Calling Line Identification Restriction“ und bezeichnet die Unterdrückung der Rufnummer eines Anrufers. Der Angerufene sieht in seinem Endgerät nicht, von wem der aktuelle Anruf ist. Je nach Endgerät wird beispielsweise „Unbekannt“, „Anonymous“ oder „Privat“ angezeigt.

CODEC
Der Begriff setzt sich aus den Worden “Coder” und “Decoder”, also “verschlüsseln” und “entschlüsseln” zusammen und bezeichnet ein Verfahren, bei dem Daten oder Signale in ein digitales Format geschrieben  und wieder gelesen werden. So wird in der Telekommunikation beispielsweise die zu übermittelnde Sprache eines Telefongesprächs vor der Übertragung durch das Telefonnetz in ein platzsparendes und schnell zu transportierendes Audioformat „verschlüsselt“ um auf der Empfängerseite wieder in verständliche Worte „entschlüsselt“ zu werden. Bei einem Kodiervorgang werden Daten meist nicht verlustfrei digitalisiert. Die Datenkompression führt zu einem Qualitätsverlust des Originalsignals. Gute Codecs erreichen heute aber bereits trotzdem eine hohe Datenkompression ohne dass der Mensch den Verlust der Ton- oder Bildqualität noch deutlich wahrnimmt. Der wohl bekannteste Codec ist MP3.

COS (Class Of Service)
Als CoS (Class Of Service) bezeichnet man verschiedene Möglichkeiten zur Bandbreitenpriorisierung einzelner Anwendungen in einem IP-Netzwerk.

CPE
Teilnehmer-Endgerät (Customer Premises Equipment). Beim Kunden angeschlossenes Endgerät in einem Computernetzwerk. In der Regel wird damit das Modem zur Verbindungserstellung des lokalen Netzwerkes mit dem DSL-Anschluss bezeichnet.

DDI
Direkt Dial In bezeichnet die Durchwahlfähigkeit eines Telefonanlagen-Anschlusses. Zu einer Hauptrufnummer (Stammrufnummer) gehört ein weiterer zusammenhängender Rufnummernblock. Erst durch Eingabe dieser letzten Rufnummernfolge wird das Gespräch zum jeweiligen Telefon weitergereicht. Ohne eine solche Durchwahlfähigkeit müssten zu jedem genutzten Telefon eigene Anschlüsse (Festnetz) bzw. Accounts (VoIP) gelegt werden.

DSLAM
Der DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) sammelt oder verteilt den DSL-Datenverkehr der Endkunden von bzw. zu der Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Er ermöglicht es den Telefongesellschaften, Daten von ADSL- oder SDSL-Modems auf ihr Netzwerk zu übertragen. Ein DSLAM ist im Hauptverteiler (HVT) installiert.

Ethernet
Kabelgebundene Datennetztechnologie für lokale Datennetze (LAN) zwischen allen in einem lokalen Netz angeschlossenen Geräte (Computer, Drucker, etc.). In seiner traditionellen Ausprägung erstreckt sich das LAN dabei nur über ein Gebäude. Heute verbindet die Ethernet-Technologie aber auch Geräte über weite Entfernungen.

End-to-End Quality
Durchgängige Übertragungs- und Servicequalität von Endgerät zu Endgerät über alle beteiligten Netzelemente hinweg

HVT (Hauptverteiler)
Am Hauptverteiler (HVT) einer Teilnehmervermittlungsstelle laufen die Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) der einzelnen Haushalte zusammen und werden von dort zur Weitervermittlung in das Metropolitan Service Center (MSC) geroutet, welches dann in den Backbone mündet. Im HVT ist die Technik installiert, die dem Anbieter verschiedene Datenübertragungstechniken (bspw. ADSL, SDSL, ADSL2+) ermöglichen.

Infrastruktur
Mit Infrastruktur ist im Besonderen das installierte Netzequipment wie DSLAMs, Router oder Server in den jeweiligen HVT- und MSC-Standorten gemeint.

Internet-Telefonie
Mit der Internet-Telefonie bezeichnet man das Telefonieren eines Anwenders mit beliebiger IP-Telefoniesoftware oder -hardware über das öffentliche Internet. Dabei handelt es sich um einen häufig im Privatkundenumfeld genutzten Begriff.

IP MPLS VPN
siehe MPLS / IP-VPN

IP-Centrex
Centrex (CENnTRal Office EXchange) beschreibt die Auslagerung einer Telefonanlage zum Telekommunikationsanbieter. Eine eigene Anlage im Haus ist nicht mehr nötig, da alle Funktionen vom Anbieter gesteuert werden. Im Festnetz wurde dies Ende der 50er Jahre in den USA eingeführt. Über das Internet-Protokoll erlebt Centrex nun als "IP-Centrex" eine Wiederauferstehung. Die Endgeräte werden direkt an den Datenanschluss (DSL) angeschlossen und kommunizieren über einen Server des Providers, der die Funktion der Anlage übernimmt.

IPSec
Das IPSec-Protocol (Internet Protocol Security) wurde 1998 entwickelt, um die Schwächen des Internetprotokolls (IP) zu beheben. Es stellt eine Sicherheitsarchitektur für die Kommunikation über IP-Netzwerke zur Verfügung.

Letzte Meile
Als "Letzte Meile" bezeichnet man den Leitungsweg von der Ortsvermittlungstelle (Hauptverteiler) bis zum Telefonanschluss des Endkunden. Die Letzte Meile ist im Besitz der Deutschen Telekom AG und wird von alternativen Anbietern zu einem von der Regulierungsbehörde festgelegten Preis angemietet.

Managed Services
Als Managed Services wird eine IT/TK-Gesamtdienstleistung (LAN-, WAN-, TK-Management) unter Berücksichtigung aller kundenspezifischen Schnittstellen bezeichnet. Von der Anbindung einzelner Unternehmensstandorte in einem Virtual Private Network (VPN) zur Sprach- und Datenübertragung über die interne Verkabelung und Ausstattung des lokalen Netzwerkes bis hin zur Installation von Telefonanlagen inklusive der Endgeräte.

Modem
Modulator/Demodulator. Mit Hilfe eines Modems kann ein PC online betrieben werden. Es übersetzt die vom PC gesendeten digitalen Daten in analoge Tonsignale, um sie über Telefonleitungen verschicken zu können. Ebenso übersetzt es ankommende Signale wieder in die digitale PC-Sprache.

MPLS
MPLS (Multiprotocol Label Switching) ermöglicht die verbindungsorientierte Übertragung von Datenpaketen. Die Idee dabei: Datenpakete werden nicht mehr länger von einem Router zum nächsten weitergeleitet, wobei jeder Router aufs Neue die Entscheidung für den günstigsten Weg trifft, sondern ein so genanntes "Label" weist jedem Datenpaket einen vorher festgelegten Verbindungsweg zu.

MSC
Das MSC (Metropolitan Service Center) ist vom Anschluss aus gesehen der letzte Knotenpunkt vor dem Backbone. Hier werden innerhalb einer Stadt die Leitungen von den Vermittlungsstellen gebündelt und in das Backbone von QSC geleitet.

Nackte Kupferdoppelader
Bezeichnet die auf der Letzten Meile verlegte Teilnehmeranschlussleitung (TAL) ohne aufgeschaltete Dienste.

NAT
Network Address Translation ist in Rechnernetzen der Sammelbegriff für Verfahren, um automatisiert und transparent Adressinformationen in Datenpaketen durch andere zu ersetzen. Diese kommen typischerweise auf Routern und Firewalls zum Einsatz, um ein externes Netz von einem internen Netz zu trennen. Gerade in privaten Netzinstallationen wird NAT als eine Art Sicherheitsfeature eingesetzt. Im professionellen Umfeld kann sie aber keine echte Sicherheitsinfrastruktur ersetzen.

Netzabdeckung
Die Netzabdeckung bezeichnet den Bereich, in dem ein Telekommunikationsanbieter seine Kunden direkt an sein eigenes Sprach-/ Datennetz anbinden kann, ohne Fremdnetze einsetzen zu müssen.

NGN (Next Generation Network)
Ein NGN (Next Generation Network) bezeichnet ein IP-basiertes Kommunikationsnetz, das alle Dienste aus herkömmlichen Netzen wie Telefon, Mobilfunk und Daten miteinander vereint. Diese Fähigkeit wird als "Konvergenz" bezeichnet.

onnet / offnet
Bezeichnet bei Netzbetreibern den Standort entweder in dem Bereich der eigenen Netzabdeckung (onnet) oder außerhalb dieses Gebietes in einem Fremdnetz (offnet).

PBX
Die PBX (Private Automatic Branch Exchange) ist die private Nebenstellenanlage, auch TK-Anlage oder Telefonanlage genannt. Damit ist eine Vermittlungseinrichtung gemeint, die mehrere Endgeräte wie zum Beispiel Telefon, Fax, Anrufbeantworter sowohl untereinander als auch mit dem öffentlichen Telefonnetz verbindet. Telefonanlagen auf Basis von VoIP nennt man IP-PBX.

Peer-To-Peer
Unter einem "Peer-to-Peer"-Netzwerk versteht man ein System ohne zentrale Zugriffskontrolle, in dem alle Rechner gleichberechtigt agieren. Die Verbindung besteht dabei immer direkt von einem Teilnehmer zum anderen, ohne Zwischenschaltung eines Netzwerk-Servers. Sehr verbreitet ist die P2P-Technologie im Einsatz von Musiktauschbörsen wie beispielsweise Bitorrent.

PMX
PMX, auch S2M genannt, ist eine Primärmultiplexverbindung zum Anschluss von Telefonanlagen auf Basis von ISDN. Über einen einzigen (primären) Anschluss werden in Europa 30 bidirektionale Nutzerkanäle (B-Kanäle) geschaltet. Es können also mit einem Telefonanschluss gleichzeitig 30 Telefongespräche geführt werden. Die Anzahl der zu dem Anschluss gehörigen Durchwahl-Rufnummern ist dabei unabhängig von der Anzahl der Kanäle.

POI (Point Of Interconnection)
Als POI (Points of Interconnection) bezeichnet man die Zusammenschaltung mehrerer unabhängiger Sprach-Netze. Speziell wird dies auf die Zusammenschaltung öffentlicher Telefonnetze angewendet, bei der so genannte Interconnection-Entgelte (IC-Gebühren) verrechnet werden. Der Point Of Interconnection ist der Übergabepunkt von dem Netz eines Anbieters in das Netz eines anderen Anbieters.

Port(s)
Mit Ports (englisch für Anschlüsse) werden in der Regel Adresskomponenten bezeichnet, die in Netzwerkprotokollen eingesetzt werden, um Daten den richtigen Dienst zuzuordnen. So werden zum Beispiel die Daten zum Browsen im World Wide Web mittels http-Protokoll standardmäßig über den Port 80 übertragen. Das File Transfer Protocol adressiert seine Daten in der Standardeinstellung an Port 20. Die so markierten Daten finden damit den richtigen Weg zur passenden Applikation. Ist von einem Port in einem Hauptverteiler die Rede, ist damit der Anschluss der Letzten Meile des Endkunden am DSLAM des Anbieters im Hauptverteiler gemeint. Ein DSLAM besteht aus mehreren so genannten "Linecards", das sind Steckkarten, auf denen 32 bis 64 physische Ports vorhanden sind. Auf jeden dieser Ports, bestehend aus 2 Metallstiften, wird ein Stecker aufgesteckt, der dann die Letzte Meile des Endkunden mit dem Anbieternetz anbindet.

Redundanz
Aus dem lateinischen "redundare" (im Überfluss vorhanden) bezeichnet Redundanz in der IT die mehrfache Absicherung von Daten und Systemen, durch Backupsysteme oder mehrfach angelegte Strukturen. Fällt ein System aus, sorgen die anderen Systeme für ungestörten Betrieb. Um "Redundanz" zu gewährleisten, muss ein Ausfallsystem installiert werden, das im Notfall einspringt.

Router
Gerät mit Netzwerk-Anschlüssen und konfigurierbarer Software, die mehrere Netze miteinander verbindet, und den Weg der Nachrichten zwischen den Netzen organisiert. Router werden vor allem eingesetzt, um lokale Netze (LANs) an WANs anzukoppeln.

S2M
Siehe PMX

SHDSL
Symmetric High Bit Rate Digital Subscriber Line. Eigentlich "G.SHDSL". Eine symmetrische Datenübertragungstechnik auf DSL-Basis über die Kupferdoppelader. Durch die Koppelung mehrer Kupferdoppeladern lassen sich noch höhere Bandbreiten erzielen.

SLA (Service Level Agreement)
Der Begriff Service Level Agreement oder Dienstgütevereinbarung (DGV) ist die Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Dienstleister, in der zugesicherte Leistungseigenschaften wie etwa Reaktionszeit, Umfang und Schnelligkeit der Bearbeitung genau beschrieben werden.

Standleitung/ Standardfestverbindung
Eine Standleitung, auch Mietleitung (Leased Line) genannt, verbindet zwei Standorte über eine feste physische Leitung und steht dem Kunden exklusiv zur Verfügung.

STM 1
Das Synchronous Transport Module ist ein Standard für synchrone Datenübertragung mit einer Datenübertragungsrate von 155 Mbit/s über Glasfaserkabel, Kupferkabel oder Richtfunk.

TAE-Dose
Telekommunikations-Anschluss-Einheit (TAE) ist die Schnittstelle zum Anschluss von Telefonen, Anrufbeantwortern, u.ä. an das Festnetz. In der Regel in Form einer Plastik-Buchse in der Wand.

TAL (Teilnehmeranschlussleitung)
Die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) ist die Leitung zwischen der Ortsvermittlungsstelle (Hauptverteiler) und dem Netzabschluss (TAE) beim Teilnehmer. In den meisten Fällen besteht die TAL aus Kupfer und ist somit DSL-fähig.

VDSL
Very High Data Rate Digital Subscriber Line (VDSL) beschreibt eine neue Datenübertragungstechnologie unter Verwendung von Kupferkabeln. VDSL liefert wesentlich höhere Datenübertragungsraten als die gebräuchliche ADSL und ADSL2+ Technologie. Die Kapazitäten von VDSL reichen in der Theorie bis zu 100 MBit/s. In der Praxis werden mit Rücksichtnahme auf andere Frequenzbänder jedoch niedrigere Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s eingesetzt. Mit zunehmender Leitungslänge nehmen die Spitzengeschwindigkeiten rapide ab. Daher kann in Deutschland die VDSL-Technologie in der Regel nur auf dem Teilstück der Letzten Meile zwischen dem sogenannten Kabelverzweiger (KVZ) und dem Kundenanschluss eingesetzt werden. Der KVZ befindet sich in der Regel wesentlich näher am Kundenanschluss als ein Hauptverteiler (HVT).

VoIP
Voice-over-IP. Übertragung von Sprache über IP-basierte Datennetze. Carrier machen jedoch einen Unterschied zur Internet-Telefonie. Während Voice over IP vor allem die standortübergreifende IP-Kommunikation in einer Unternehmensvernetzung beschreibt, steht die Internet-Telefonie für die meist im privaten Umfeld genutzte Sprachkommunikation über das öffentliche Internet.

VPN
In einem Virtual Private Network (VPN) werden räumlich getrennte Standorte eines Unternehmens mit einem gesicherten Netzwerks über ein öffentliches Netz verbunden. Ausschließlich autorisierte Personen können dann so miteinander kommunizieren als wären sie in einem lokalen Netz. Ein VPN bildet eine kosteneffiziente und hochmoderne Kommunikationsplattform im Unternehmen. Dank der fortgeschrittenen Entwicklung in der IP basierten Sprachkommunikation sind auch Voice-over-IP Anwendungen im Firmennetzwerk möglich.

Weitverkehrsnetz (WAN)
Ein Weitverkehrsnetz (Wide Area Network) erstreckt sich über einen großen geographischen Bereich. Es ist das Gegenstück zum lokalen Netzwerk (LAN für Local Area Network), das sich üblicherweise innerhalb eines Gebäudes bzw. Büros befindet.

WLL
Die Wireless Local Loop Technik ist eine Funkübertragungstechnologie und kann für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit bestehender Datenanbindungen oder überall dort, wo DSL über die Kupfer-Doppelader nicht möglich ist. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Verfahren. Einmal über eine so genannte Punkt-zu-Punkt Verbindung, also eine Richtfunkverbindung zwischen zwei Standorten, oder eine Punkt-zu-Mehrpunkt Verbindung, wobei einzelne Standorte ihre Daten über eine Basisstation beziehen. Hohe Datenraten von bis zu 400 Mbit/s machen die Anschaltung für Unternehmenskunden in stadtfernen Gewerbegebieten ohne DSL Anbindung besonders interessant.